Resident Evil 4 – Nintendo Switch: Jetzt bei uns im Test
Getestet von André Müller

Die Spieler dürfen erneut in das grauenvolle Horrorerlebnis von Resident Evil 4, mit Leon S. Kennedy, eintauchen. Erstmalig erschien das Spiel am 11. Januar 2005 und kam seither für die verschiedenen Konsolengenerationen auf den Markt, ob als Retail oder auch als Download-Version, wie aktuell für die Nintendo Switch. Aber kann dieses Videospiel wirklich noch nach 14 Jahren bestehen, die Community begeistern und erneut den Spieler in seinen Bann ziehen? Diese Frage stellt sich die Redaktion und beantwortet diese mit dem nachfolgenden ausführlichen Testbericht.

Willkommen Zurück im Ort des Grauens: (Handlung) :

Die Spieler übernehmen die Kontrolle von Leon S. Kennedy, ein Überlebender des Vorfalls, von der biologischen Katastrophe von Raccon City. Das Unternehmen Umbrella Corporation wurde als Verursacher der damaligen Katastrophe enttarnt und die Firma wurde daraufhin aufgelöst. Leon S. Kennedy wird als Spezialagent unter direkten Befehl des Präsidenten der Vereinigten Staaten gestellt. Als die Tochter des

Viele verschiedene Gegner erwarten dich auf der Suche nach der Tochter des Präsidenten.

Präsidenten entführt wird, folgt der Spieler Augenzeugenberichten und erreicht ein abgeschnittenes Dorf in Europa. Doch was geschieht in diesem Dorf, was geht in diesem Dorf vor sich? – Es ist das Grauen… Sind das Menschen? Sind das Zombies? Was sind das für Wesen? Und wer steckt dahinter? Umbrella Corporation? Und wer hat die Tochter des Präsidenten entführt? Auf all dieser Fragen muss der Spieler, der mutig genug ist sich diesem Horror zu stellen, eine Antwort finden und alles wird am Ende ein Sinn ergeben… oder doch nicht? Eines ist jedoch sicher, das Leben als Leon S. Kennedy wird niemals langweilig…

Eine neue Ära begann mit Resident Evil 4 (Kameraführung) :

Spieler, die bereits die Vorgänger von Resident Evil 4 gespielt haben, wissen das die Videospielserie einst mit einer starren Kameraperspektive begonnen hat und über mehre Teile hinweg versehen war. Mit Resident Evil 4 wurde diese abgelöst, denn mit diesem Teil wurde eine revolutionäre über-die-Schulter-Kamera eingeführt und erlaubte dadurch erstmals ein actionreicheres Gameplay.

Resident Evil 4 führt die über-Schulter-Kamera erfolgreich ein und prägt somit die Resident Evil Videspielreihe für die Zukunft.

Dies war und ist bis heute einer der Gründe, warum Resident Evil 4 bei vielen Anhängern das Beliebteste ist. An diesem Kamera-Prinzip wurde bis heute nichts geändert. Es ist auf der Nintendo Switch-Version ebenfalls vorhanden und kann somit auf dem heimischen Bildschirm, so wie auch unterwegs genossen werden.

Resident Evil 4 – Kann sich mit der Grafik bis heute sehen lassen:

Eine Portierung von Videospielen, auf einer Konsole einer aktuellen Generation, missglückt meistens in unterschiedlichen Bereichen. Das Unternehmen Capcom jedoch ist dieser Umsetzung mit Resident Evil 4 auf die Nintendo Switch generell geglückt. Beim Spielen am Fernseher kann man zwar an manchen Stellen noch Spuren des ursprünglichen Ausgangsmaterials erkennen, dass, wie bereits oben erwähnt, satte 14 Jahre auf dem Buckel hat. „Resident Evil 4“ konnte damals mit einer erstklassigen Kulisse glänzen und kann sich auch bis heute mit dieser Grafik sehen lassen. Es wirkt bei Weitem nicht so veraltet, wie bei anderen Videospielen aus der damaligen Zeit.

Die Grafik kann sich bis heute sehen lassen.

Resident Evil 4 unterzog sich einer Verschönerungsoperation, mit schönen HD-Look, bei Dr.Capcom. Jedoch dürfen Fans dieser Reihe kein aufwändiges Remake, wie bei dem vor kurzen veröffentlichten Remake von Resident Evil 2, erwarten, dass von Grund auf modernisiert wurde. Leider, so scheint es, ist dieser Aufwand doch zu groß, denn manche Texturen wirken dann doch etwas zu grob und die überwiegend flüssige Darstellung des Videospieles und des Geschehens kommt in manchen Arealen ebenfalls an ihre Grenzen.

Doch die Redaktion / der Redakteur André Müller war sehr beeindruckt von der Umsetzung im Handheld-Modus der Nintendo Switch: Durch den kleinen Bildschirm fallen die grafischen, soeben bemängelten, Punkte weniger auf, hinzu kommt das alles deutlich schärfer wirkt und die Farben kräftiger erscheinen. Die Darstellung erfolg im 16:9 Format, dass erst bei der späteren PS2-Umsetzung angeboten wurde. Die Nintendo GameCube-Version bot hingegen nur ein 4:3 Bild an.

Ein Wichtiges Feature fehlt:

Das die Nintendo Switch Umsetzung nicht auf der Wii Umsetzung basiert, sondern auf der technischen besseren PlayStation 4 / xBox One Fassung, bringt aber nicht nur Vorteile mit sich, was sich im Test herausgestellt hat. Mit dieser Entscheidung, die das Unternehmen Capcom damit getroffen hat, fehlt ein entscheidendes Feature in diesem Videospiel. Das Wort lautet: Die Bewegungssteuerung. Auf der Nintendo Wii war es den Spielern möglich auf Wunsch mit dem Messer herum zu fuchteln oder einen Pointer zielen, wodurch sich das komplette Spielerlebnis / Spielverlauf erfreulich, mit einer gewisse Frische, angefühlt hat. Leider fehlt dieses Gefühl bei der Nintendo Switch – Hätte das Unternehmen Capcom diese Möglichkeit ebenfalls für die Nintendo Switch eingebunden, die mit den Nintendo Switch Joy-Cons ohne jeglichen Zweifel noch präziser ausgefallen wären, als bei der Vorlage der Nintendo Wii , hätte es an fast nichts gefehlt. Jedoch hat das Unternehmen diesen Mehraufwand nicht betrieben, doch Fans können noch hoffen das dieses fehlende Feature noch per Patch nachgereicht wird. Leider liegen zum Zeitpunkt des Tests dafür keine Informationen vor.

Stärken & Schwächen:

Das Videospiel „Resident Evil 4“ zählt bis heute als ein großer Meilenstein der Videospielgeschichte, jedoch sollte man aber nicht vergessen, dass es ebenfalls mit ein paar Altlasten kämpfen muss, die heute kaum bis sehr schwer zu akzeptieren sind. An einigen der nachfolgenden negativen Punkte, hätte das Unternehmen Capcom Neuerungen vornehmen können, hat sich jedoch dagegen entschieden, was an dieser Stelle sehr schade ist. So können sich die Spieler mit gezogener Waffe nicht vorwärts bewegen, denn zum Zielen auf die Gegner und zum Abdrücken müssen die Spieler an einem und dem selben Fleck verweilen. Zur damaligen Zeit, als dieses Videospiel erstmalig auf dem Markt kam, trug dieses Prinzip wunderbar zur Panik bei, aber nun gillt es als nicht mehr Zeitgemäß, es belastet und stört mehr, als es noch positiv dazu beiträgt. Nervig und ebenfalls nicht mehr Zeitgemäß stellen sich die Einsätze von Reaktionstests und hektischen Knöpfe drückenden -Aktionen heraus, die einige Male in diesem Videospiel eingesetzt werden. Fragwürdig erschien und erscheint auch noch heute, dass abgeschossene Krähen Granaten oder andere Gegenstände hinterlassen, die auch noch mit einer farbigen Aura auf sich aufmerksam machen. Dies ist zum Einen gut für die Spieler, da diese Gegenstände, sowie auch die Munition, mehr als knapp bemessen wurde, jedoch rein logisch sehr unrealistisch. Aber auf der anderen Seite gehören die Krähen und ihre Hinterlassenschaften einfach dazu, auch wenn das Ganze nicht logisch erscheint.

Den ganzen Kritikpunkten stehen jedoch schön gestaltete und abwechslungsreiche Schauplätze gegenüber, des Weiteren wird eine sehr tiefgehende und packende Atmosphäre geboten und mitunter großartige und atemberaubende inszenierte Bosskämpfe. Das in diesem Videospiel bereits Action stärker im Vorgrund steht als bei den Vorgängern, kann man heute und konnte man auch schon damals akzeptieren, zumal ein gewisser Kontrast immer noch für genügend ruhige Momente sorgt. So bleibt dem Spieler, zum Beispiel für leichte Rätseleinlagen und dem Erkunden der Gebiete, genügend Zeit. Dies hat den Vorteil, dass der Spieler, mit einer vollgepackten Ladung Panik, nicht dauerhaft durch die Schauplätze hetzt, um die Gegner zu erlegen und sein Überleben zu sichern.

Fazit von André Müller

Es scheint so als hätte das Unternehmen Capcom bei diesem Videospiel schon fast alles richtig gemacht. Auch wenn so manche Mechaniken bereits staub ansetzen und einige davon nicht mehr Zeitgemäß sind, ist Resident Evil 4 noch immer ein Meilenstein. Dem Unternehmen ist eine gute bis sehr gute Umsetzung gelungen, die vor allem davon profitiert, dass man nun den Horror zu Hause, sowie auch unterwegs, genießen darf. Hätte Capcom einen Mehraufwand in Kauf genommen und auch noch die optionale Bewegungssteuerung der Wii-Version implementiert und hier und da einige Anpassungen und Veränderungen vorgenommen, hätte man auf der Nintendo Switch wohlmöglich die beste Fassung des modernisierten Klassikers Resident Evil 4 erleben dürfen.

Zitat:Resident Evil 4 besitzt seine Stärken, seine Schwächen und ist auch heute noch ein großer Meilenstein. Die Umsetzung profitiert davon, dass man diesen Horror nun zu Hause, sowie auch unterwegs genießen darf“.

Wertung:

85 %